Ich habe mich lange einsam gefühlt.
Nicht, weil ich nie Menschen um mich hatte – sondern weil ich mich nie wirklich zugehörig fühlte.
Die Freunde, die ich hatte, waren nicht die, die meine Familie sich gewünscht hätte.
Ich habe versucht, mich anzupassen, mitzumachen – und mich dabei selbst verloren.
Zu Hause war es auch nicht leicht.
Meine kleine Schwester hatte oft das letzte Wort. Sie war näher an unserer Mutter dran.
Ich fühlte mich oft ausgeschlossen – und irgendwann habe ich aufgehört, zu kämpfen.
💔 Die Zeit der Stille
Es gab eine Phase, in der wir unter einem Dach wohnten, aber nicht miteinander sprachen.
Keine Versöhnung, keine Wärme. Ich war körperlich da – aber innerlich völlig draußen.
Ich ging morgens aus dem Haus, war den ganzen Tag unterwegs – oft einfach nur spazieren.
Nicht, weil ich etwas suchte, sondern weil ich es zu Hause nicht mehr ertragen konnte.
Diese Zeit war schmerzhaft.
Ich fühlte mich wertlos, übersehen, innerlich leer.
🌱 Dann kam mein FSJ – und alles begann sich zu verändern
Ich wusste nicht, dass dieses Jahr mich so sehr prägen würde.
Während der Coronazeit war ich im Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Seniorenresidenz – und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, gebraucht zu werden.
Die Bewohner:innen wurden zu meinem Zuhause.
Sie waren ehrlich. Dankbar. Offen.
Sie haben gesehen, was ich mit Herz gemacht habe – nicht nur, was ich leisten konnte.
An manchen Tagen habe ich geweint, weil ich mitfühlte – aber meistens war ich einfach nur dankbar, dort zu sein.
💖 Ich habe gespürt, wie ruhig ich werden kann, wenn ich Anerkennung erfahre
Es war das erste Mal, dass mir jemand gesagt hat:
„Du machst das toll.“
„Du bist fleißig.“
„Du bist wichtig.“
Und ich habe gemerkt, wie ruhig ich innerlich werden kann, wenn ich nicht gegen etwas kämpfen muss – sondern wenn ich einfach sein darf.
Diese Menschen haben mir mehr zurückgegeben, als ich je erwartet hätte.
✨ Der Beginn meiner Selbstführung
In dieser Zeit habe ich angefangen, mich selbst zu strukturieren.
Ich habe Journaling ausprobiert, kleine Rituale eingeführt, über mich nachgedacht.
Nicht perfekt, nicht jeden Tag – aber ehrlich.
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Ein kleiner Moment für dich – zum Durchatmen, Reflektieren und Stärken.
📓 Wenn du tiefer eintauchen willst
Später habe ich ein Journal entwickelt, das mir geholfen hat, all diese Erfahrungen zu ordnen und tiefer in meine Klarheit zu finden.
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❤️ Fazit
Ich war lange einsam – aber heute bin ich bei mir.
Und ich weiß: Liebe zeigt sich manchmal genau dort, wo du sie nicht erwartest.
In einem Blick. In einem ehrlichen „Danke“. In einem Tag, an dem du plötzlich spürst: Ich darf einfach ich sein.
Und vielleicht, wenn du das gerade liest, bist du auch auf dem Weg dahin.
Dann sage ich dir:
Du bist nicht zu viel. Du bist nicht falsch.
Du bist genau richtig – und du darfst deinen Platz finden.


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